10. Sept. 2026  |  Energie Ausserschwyz AG, Fernwärme international

Fernwärme international #1 - Wien

1'300 Kilometer Wärme für eine Millionenstadt

Wer sich beruflich mit Fernwärme beschäftigt, macht offenbar auch etwas andere Ferienfotos. Bei einem Aufenthalt in Wien sind neben Stephansdom, Prater und Wiener Schnitzel auch diese Installationen aufgefallen:

 

Was auf den ersten Blick wenig spektakulär aussieht, zeigt einen wichtigen Aspekt der Wärmewende: Auch eines der grössten Fernwärmenetze der Welt kommt nicht ohne Übergangslösungen aus.

1'300 Kilometer Fernwärme

Das Wiener Fernwärmenetz misst mehr als 1'300 Kilometer – das entspricht ungefähr der Strecke von Wien nach Bregenz und wieder zurück. Mehr als 470'000 Haushalte werden bereits mit Fernwärme versorgt. Laut Wien Energie werden dadurch jährlich rund 1,5 Millionen Tonnen CO₂ eingespart.

Und Wien hat grosse Pläne: Bis 2040 soll die Fernwärme klimaneutral und vollständig erdgasfrei sein. Dafür setzt Wien unter anderem auf Tiefengeothermie, Grosswärmepumpen und die Nutzung von Abwärme. Allein in den nächsten fünf Jahren investiert Wien Energie über eine Milliarde Euro in die Wärmewende.

Doch trotz dieser beeindruckenden Dimensionen und Investitionen gilt auch in Wien: Ein Fernwärmenetz entsteht nicht über Nacht.

Manchmal braucht es eine Zwischenlösung

Nicht jede Liegenschaft kann genau dann ans Fernwärmenetz angeschlossen werden, wenn die bestehende Heizung ersetzt werden muss. Bis die notwendigen Leitungen gebaut sind, braucht es deshalb manchmal eine pragmatische Übergangslösung.

Das kommt uns bei Energie Ausserschwyz bekannt vor. Auch unser Fernwärmenetz wächst Leitung für Leitung. Ist ein Anschluss geplant, aber noch nicht möglich, können wir mit einer Übergangslösung die Zeit bis zur definitiven Versorgung mit Fernwärme überbrücken.

Natürlich sind unsere Dimensionen mit Wien nicht vergleichbar. Die Grundidee ist aber dieselbe: Eine nachhaltige Wärmeversorgung entsteht Schritt für Schritt – Gebäude für Gebäude, Anschluss für Anschluss.

Wien zeigt mit 1'300 Kilometern Fernwärmenetz eindrücklich, welches Potenzial in dieser Form der Wärmeversorgung steckt. Wir gehen diesen Weg in Ausserschwyz in unserem eigenen Massstab – regional, pragmatisch und mit jedem neuen Anschluss ein Stück weiter.