15. Mai 2026  |  Energie Ausserschwyz AG, Energiezentrum, EW Höfe AG

Energie Ausserschwyz schärft Fernwärmestrategie

Energie Ausserschwyz AG plant den Ausbau des Fernwärmenetzes und setzt auf erneuerbare Wärme. Eine Kapitalerhöhung steht bevor, um die Expansion zu sichern.

Angetrieben vom Wachstum der letzten Jahre setzt die Energie Ausserschwyz AG den Ausbau ihres Fernwärmenetzes weiter fort. Um die nächsten Schritte zielgerichtet angehen zu können, ist im kommenden Herbst eine weitere Kapitalerhöhung vorgesehen. Für die zeitnahe Expansion Richtung Wollerau und Obermarch werden Übergangslösungen geprüft.

Die Energie Ausserschwyz AG hat sich in den letzten Jahren planmässig entwickelt. 2025 wurde der Wärmeabsatz gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Auch die Zahl der Kundinnen und Kunden ist weiter gestiegen.

«Diese Entwicklung zeigt, dass das Bedürfnis nach erneuerbarer, regional produzierter Wärme in den Bezirken Höfe und March weiter zunimmt», erklärt Geschäftsleiter Urs Rhyner. Gleichzeitig rücke angesichts der aktuellen geopolitischen Lage und der volatilen Gas- und Ölpreise auch die Versorgungssicherheit wieder stärker in den Fokus. «Entsprechend motiviert sind wir, den eingeschlagenen Weg in den kommenden Jahren konsequent weiterzuverfolgen», so Rhyner.

Nach dem letztjährigen Entscheid des Bezirks Höfe, keine zusätzlichen finanziellen Mittel für einen beschleunigten Netzausbau zu sprechen, hat Energie Ausserschwyz die wirtschaftlichen Möglichkeiten für das weitere Vorgehen überprüft. Für die Fortsetzung des Ausbaus ist im kommenden Herbst eine Kapitalerhöhung vorgesehen. Sie schafft die Grundlage für bevorstehende Investitionen. Über den genauen Umfang der Kapitalerhöhung wird in den kommenden Monaten entschieden.

Fernwärme für Wollerau und die March

Kurzfristig ist vorgesehen, das bestehende Netz in Galgenen, Lachen, Altendorf und Pfäffikon weiter zu verdichten und zusätzliche Liegenschaften sowie neue Arealentwicklungen ans Fernwärmenetz anzuschliessen.

Für die zeitnahe Expansion Richtung Wollerau prüft Energie Ausserschwyz eine eigenständige Heizzentrale. Diese soll die Versorgung in den betroffenen Gebieten sicherstellen, bis das Fernwärmenetz ab Galgenen weiter ausgebaut ist. Zurzeit werden dafür verschiedene Optionen geprüft.

Weiter hat die Überprüfung gezeigt, dass die Erschliessung von Feusisberg und Schindellegi unter den heutigen Voraussetzungen nicht innert nützlicher Frist umgesetzt werden kann. Um auch in Feusisberg erneuerbare Wärme anbieten zu können, werden sogenannte Nanoverbünde geprüft, in welchen benachbarte Liegenschaften miteinander vernetzt würden.

Kontinuität für die Mitarbeitenden

Im Zuge der Weiterentwicklung wird die Energie Ausserschwyz AG künftig als Asset-Gesellschaft geführt. Sie konzentriert sich damit auf die Anlagen und Vermögenswerte, während die operative Arbeit bei der Hauptaktionärin EW Höfe AG gebündelt wird.

Die 17 Mitarbeitenden wechseln per September 2026 in die EW Höfe AG. «Im Alltag ändert sich dadurch nichts: Aufgaben, Zuständigkeiten und Ansprechpersonen bleiben gleich», sagt Urs Rhyner. Das bestehende Know-how und die Nähe zu den Kundinnen und Kunden bleiben erhalten.

Rhyner wird bei der EW Höfe AG den neugeschaffenen Bereich Fernwärme leiten und bleibt gleichzeitig Geschäftsleiter der Energie Ausserschwyz AG. «Dadurch können beide Unternehmen ihre Kräfte stärker bündeln und Synergien nutzen», erklärt Arne Kähler, Vorsitzender der Geschäftsleitung der EW Höfe AG. Die Mitarbeitenden der beiden Organisationen wurden in den letzten Tagen über die Neuorganisation informiert.

Der weitere Netzausbau, die Prüfung pragmatischer Übergangslösungen und die geplante Stärkung der finanziellen Basis bilden zusammen ein solides Fundament für die nächsten Jahre. Die Energie Ausserschwyz AG ist damit gut aufgestellt, die Fernwärme in der Region Ausserschwyz mit Weitblick weiter voranzubringen.