30. Sept. 2026 | Energie Ausserschwyz AG
Die Vorbereitungen für den kommenden Winter laufen. Im August haben die Schweizer Gaswirtschaft und der Bund zusätzliche Vorkehrungen für die Gasversorgung im Winter 2026/27 getroffen.
Der Grund: Die Gasspeicher in Deutschland waren am 23. September 2026 zu 57 Prozent gefüllt. Im Jahr 2025 waren es 76 Prozent, also rund 20 Prozentpunkte mehr. Nach Angaben des Speicherverbands INES ist es der tiefste Stand zu dieser Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren. Die Befüllung kommt nur langsam voran. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen und Risiken auf wichtigen Transportwegen für Unsicherheit und hohe Preise auf den internationalen Energiemärkten. Die Gaspreise haben sich innerhalb von einem Jahr verdoppelt.
Für die Schweiz ist das besonders relevant: Sie besitzt keine eigenen saisonalen Gasspeicher und ist vollständig auf Importe und Speicherkapazitäten im Ausland angewiesen.
Auch beim Heizöl zeigt sich, wie unmittelbar internationale Entwicklungen beim eigenen Heizbudget ankommen können.
Mitte September kostete ein Liter Heizöl in der Schweiz rund CHF 1.60. Mitte Juni waren es noch etwa CHF 1.10 – ein Anstieg von rund 45 Prozent innerhalb weniger Monate.
Und nicht nur der Preis beschäftigt die Branche. Wegen Niedrigwasser auf dem Rhein und eines vorübergehenden Ausfalls der Raffinerie Cressier mussten im September zeitweise sogar Schweizer Pflichtlager zur Stützung der Versorgung freigegeben werden. Das Bundesamt für die wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) bezeichnet die Versorgungssituation bei Mineralölprodukten weiterhin als angespannt.
Fernwärme geht einen anderen Weg.
Im Holzheizkraftwerk der Energie Ausserschwyz AG in Galgenen entsteht erneuerbare Wärme aus Alt-, Rest- und Frischholz. Statt Öl oder Gas über internationale Märkte und lange Transportwege zu beschaffen, wird die Energie hier in der Region produziert.
Das schafft kurze Wege, stärkt die regionale Wertschöpfung – und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und internationalen Energiemärkten.
Im letzten Jahr kamen 96 Prozent des verwendeten Holzes aus der Schweiz. Der Heizölanteil lag bei tiefen 3 Prozent. Der Heizölanteil ist so tief, weil es nur zum Einsatz kommt, wenn das Holzheizkraftwerk in Revision oder ausser Betrieb ist.
Die Preise der Fernwärme werden nur einmal jährlich der Teuerung, resp. dem Holzpreis angepasst. Die Indices sind öffentlich zugänglich und können von der Energie Ausserschwyz nicht beeinflusst werden. Somit sind die Preise viel stabiler und die Änderungen transparent nachvollziehbar.
Das Fernwärmenetz in den Bezirken March und Höfe ist inzwischen auf über 30 Kilometer gewachsen und versorgt bereits mehr als 250 Kundinnen und Kunden mit Wärme aus der Region.
Vielleicht ist vor diesem Winter der richtige Zeitpunkt für eine einfache Frage: Könnte auch Ihre Liegenschaft mit Fernwärme beheizt werden?
Gerne helfen wir Ihnen, diese Frage zu beantworten. Nehmen Sie ganz unverbindlich mit uns Kontakt auf.
Tag der offenen Tür am 24. Oktober 2026
Wer wissen möchte, wie aus regionalem Holz Wärme und Strom entstehen, kann am Samstag, 24. Oktober 2026, von 10 bis 16 Uhr einen Blick hinter die Kulissen der Energiezentrale in Galgenen werfen.
Entdecken Sie die Anlage auf eigene Faust oder bei einer geführten Tour und erleben Sie unmittelbar, wie die Energieversorgung für die Region funktioniert. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Freuen Sie sich auf Raclette, Getränke und ein Gewinnspiel.
Kommen Sie vorbei, lernen Sie unsere Energiezentrale kennen und erleben Sie Fernwärme dort, wo sie entsteht.